| Ausführliche Information |
Grillen und Heuschrecken |
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In Bau und Lebensweise unterscheiden sich: Laubheuschrecken
und andere Arten. |
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| Laubheuschrecke | sss |
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| Laubheuschrecken hören mit den Beinen. Knapp unter den Knien sitzen ihre Ohren. | ||||
| Die Tonempfänger der Heuschrecken bestehen aus einer dünnen Membran, die ähnlich wie das Trommefell funktioniert. Bei den Feldheuschrecken sitzen die Hörorgane am Hinterleib. Bei den Laubheuschrecken und Grillen unter dem Kniegelenk. | ||||
| Fast immer machen die Männchen die Musik um Rivalen zu vertreiben und Weibchen anzulocken. | ||||
| Grillen
und Heuschrecken zirpen, indem sie ihre Flügel aneinander reiben oder ein gezacktes
Bein wie einen Bogen über einen Flügel streichen, als sei er eine Geige. Dazu
wird eine Schrillkante an der Innenseite der Hinterschenkel über eine Schrillader
auf den Vorderflügeln bewegt. |
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| Unvollständige Verwandlung | ||||
| Entomologen unterscheiden zwei Prinzipien der körperlichen Umgestaltung: Das eine nennen sie unvollkommene, das andere vollkommene Metamorphose. Das sagt allerdings nichts über das Endprodukt aus - das ist immer ein erwachsenes und und geschlechtsreifes Tier, sondern nur über die innere und äußere Ähnlichkeit zwischen Larve und Imago. Sehen große Junge schon so aus wie kleine Alte, wird die Verwandlung eine unvollkommene genannt oder auch Hemimetabolie. | ![]() |
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| Laubheuschrecken machen 5 - 7 Larvenstadien durch, deren Dauer von Ernährungszustand und Umgebungstemperatur abhängig sein kann. Je satter und wärmer, desto schneller. Als Larve können sie zwar schon in die Luft springen, aber nicht fliegen. In den beiden vorletzten Stadien zeigen sich deutliche Ansätze von Flügeln, die aber erst funktionsfähig sind, wenn sich die Larve das letzte Mal gehäutet hat und Imago geworden ist. | ![]() ![]() |
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| Wanderheuschrecke: | ||||
| Mit
dem Begriff "Wanderheuschrecke" meinen Entomologen keine einzelne Art, sondern
eine Reihe verschiedener, nicht einmal näher miteinander verwandter Spezies von
Feldheuschrecken, die gelegentlich ein geradezu massenhysterisches Verhalten zeigen
- so faszinierend wie furchterregend, für ganze Landstriche verheerend. |
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| Normalerweise
sind Heuschrecken einzelgängerisch, leben recht verstreut, kümmern sich außer
zur Paarungszeit nicht um ihre Artgenossen. Doch nach einer solchen, laut historischer
Quellen oft sieben Jahren dauernden "Solitärphase" kann es geschehen, daß es zur
"Schwarmphase" kommt. Sie beginnt mit der Flucht vieler Tiere aus vertrockneten
oder überschwemmten Gebieten, die sich an einem Ort versammeln, wo sie noch überleben
können. Sie arrangieren sich - so gut es geht - mit der ungewohnten Enge, und
die Weibchen legen wie üblich ihre Eier in den Boden. Fällt in diesem "Exil" Regen
und läßt dieser frische Vegetation heftig sprießen, entstehen ideale Bedingungen
für die Larven und es kommt zu einer Bevölkerungsexplosion - und eine ganz besondere
Brut wächst heran, der die unheilvolle Veränderung schon anzusehen ist: Die Köpfe
sind massiger, die Augen kleiner, die Mäuler breiter, und statt normal grün gefärbt
zu sein, sind die Larven nun gelb oder orange und tragen schwarze Flächen - als
hätten sich Zivilisten einen Kampfanzug übergestreift. |
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| Nicht
nur das Aussehen ist anders als das ihrer Eltern, auch ihr Verhalten schlägt aus
der Art. Durch die Enge, das ständige sich Anrempeln, die pausenlose Hektik entsteht
eine Generation der Überangepaßten, in der plötzlich jeder tut, was der andere
tut. Bis schließlich in einer Art Massenwahn und durch nichts mehr abzubringen
alle in eine Richtung loshüpfen und abmarschieren - eine lebendige Flut. |
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| Die
wird zum fliegenden Fluch - aus menschlichen Sicht - nach der fünften Häutung
der Larven, aus der sie mit Flügeln hervorgehen. Dann gibt es kein Halten mehr.
Südlich der Sahara entstandene Schwärme sind imstande, Richtung Osten bis zum
indischen Subkontinent, nach Nordwesten bis nach Marollo und Spanien zu fliegen,
auf dem Weg eine Schneise der Verwüstung und verzweifelte Bauern zu hinterlasen.
Deutschland meiden sie seit 1875 - warum auch immer. |
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| Zwei
Gramm wiegt eine ausgewachsene, bis zu acht Zentimeter lange Wüstenheuschrecke,
und genausoviel Futter braucht sie auch pro Tag. Es ist nicht ungewöhnlich,
daß Schwärme aus zwei Milliarden Tieren bestehen, die etwa 4000 Tonnen
wiegen und fressen. In der Bibel sind sie Plage Gottes, im Koran "Die Zähne
des Windes". Sie lassen nichts übrig als kahle Äste. |
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| Blauflügelige
Ödlandschrecke Oedipoda caerulescens |
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| Die in ihrer natürlichen Umgebung schwer auszumachende Ödlandschrecke erreicht eine Länge von ca. 15-28mm. | ||||
| Die Farbe ihres Körpers und Flügeldecken ist der Umgebung des Untergrundes angepaßt. Die farbige, meist hellblau mit dunklen Streifen gefärbte Unterseite wird nur im Flug sichtbar. Die Ödlandschrecke liebt trockene, karge Vegetation und sandigen Untergrund. Ihre Nahrung besteht in erster Linie aus Gras. | ![]() |
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| Gottesanbeterin Tenodera sinensis |
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| Die Gruppe der Mantiden, die Gottesanbeterinnen, zählt zu den ältesten Insekten auf unserer Erde. Diese Tiere sind mit den Heuschrecken und mit den Schaben verwandt; insgesamt gibt es etwa 3000 verschiedene Arten von Gottesanbeterinnen. | ||||
| Feldgrille Gryllus campestris |
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| Die Art ist vor allem nachtaktiv und ernährt sich von pflanzlicher Kost. Grillen leben überwiegend als Einzelgänger. | ||||
| Maulwurfsgrille Gryllotalpa gryllotalpa |
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| Die voll ausgreifte Maulwurfsgrille kann 2 Jahre leben. Sie überwintert daher auch im Boden. | ||||
| Warzenbeisser Chorthippus biguttulus |
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| Eine unsere größten heimischen Singschrecken. Ihr Körperbau ist jedoch gedrungener. Früher ließ man die Tiere in Warzen beißen; ihr Magensaft verätzte die Wunde und beseitigte das Übel. | ||||
| Gemeiner Grashüpfer | ![]() |
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Die Art gehört in die Familie der Feldheuschrecken und läßt sich schwer von anderen Chorthippus-Arten unterscheiden |
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Grünes
Heupferd |
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| Das Weibchen legt mit dem kräftigen Legebohrer die Eier in Erd- oder Rindenspalten. Larve und Imago leben räuberisch von anderen Insekten. | ||||