| Ausführliche Information |
Käfer
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| Die absolut größte Tiergruppe bilden die harte Deckflügel tragende Käfer, mit rund 400 000 wissenschaftlich beschriebenen Arten. | ||||
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Größe: |
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| Der Rhinozeros- (oder Nashorn-) Käfer kann das ca. 800-fache seines eigenen Körpergewichtes auf seinem Rücken tragen. | ||||
| Vorkommen: Der Wasserkäfer, ein Gaukler, kann so gut schwimmen und tauchen, daß er sogar kleine Fische fangen kann. Im Himalaya-Gebiet existieren allerlei Käfer in bis zu 6000 Meter Höhe. |
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| Der Maikäferengerling fühlt sich in einer Tiefe von einem Meter unter dem Boden richtig geborgen. | ![]() |
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| Der "Australische Marienkäfer" verspeist täglich bis zu 250 Wolläuse (Pflanzenschädling). | .jpg |
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Aufbau: |
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| Die meisten Käfer haben ihre Vorderflügel zu harten Deckflügeln umgebildet, die während des Fluges weit gespreizt werden, durch ihre nach oben gewölbte Form aber auch zum Auftrieb beitragen. Wichtiger sind sie als schützende Hülle für die zart gebauten Hinterflügel, die nach der Landung eingeknickt und fächerartig gefaltet darunter verschwinden - schließlich sind Käfer mehr im engen Unterholz unterwegs als im freien Himmel. | ![]() |
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| Der
Gelbrandkäfer, prächtigster Vertreter der Schwimmkäfer, nimmt für seine Tauchausflüge
unter den Flügeln eine Luftblase mit; ist der Sauerstoff darin verbraucht, streckt
er nur sein Hinterteil über den Wasserspiegel, um sie wieder aufzufüllen. Andere transportieren Luft im "Bauchfell" aus samtartigen Härchen, was sie silbrig glänzen läßt. |
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| Hakenkäfer haben ihre Atemtechnik perfektioniert. Sie verpuppen sich an Land, doch kaum geschlüpft, krabbeln sie ins Wasser, nehmen Luft an der behaarten Bauchseite mit und brauchen nie wieder aufzutauchen - Plastronatmung nennen Entomologen das. | ||||
| Einige Käfer-Männchen haben als sekundäre Geschlechtsmerkmale richtige Waffen entwickelt. Was dem Hirsch sein Geweih, sind dem Atlaskäfer seine spitzen Hörner und dem Hirschkäfer seine imposanten Kieferzangen. In einer Art rituellem Schaukampf wird versucht, den Rivalen hochzuheben, aufs Kreuz zu legen oder von einem Ast zu werfen. Sich gegenseitig umzubringen, macht evolutionsbiologisch wenig Sinn, aber in der Hitze des Gefechtes können bei manchen Arten schwere, auch lebensgefährliche Verletzungen auftreten. Der Sieger des Duells der Atlaskäfer kann das eroberte Weibchen auf seinen Hörnern forttragen. | ![]() |
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| Paarung
und Brutfürsorge: Bei einigen Käfern verläuft die Paarung dramatisch. Sie begatten sich fliegend in der Luft, schwimmend im Wasser, übereinanderliegend oder untereinanderhängend. Auch die Dauer der Vereinigung variiert erheblich. Maikäfer brauchen mehrere Stunden. |
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| Die Brutfürsorge der Mistkäfer und Pillendreher hat schon die Ägypter zur Pharaonenzeiten so stark beeindruckt, daß sie den Skarabäus als Symbol des Schöpfergottes und der Sonne verehrten. Die nur etwa zwei Gramm wiegenden heiligen Pillendreher formen Dung zu durchschnittlich 40 Gramm schweren Kugeln, rollen sie flink vom Misthaufen weg an eine günstige Stelle, um sie einzugraben, damit sie frisch und feucht bleiben. In der nahrhaften Mistpille wird eine kleine Kammer ausgehöhlt und ein Ei hineingelegt - die daraus schlüpfende Larve frißt dann die Kugel um sich herum von innen leer. |
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| Ähnlich kunstfertig bringen manche Rüsselkäfer ihren Nachwuchs unter. Diese Käfer schneiden genau abgezirkelt ein frisches Blatt so zurecht, daß sie es wie eine Tüte einrollen läßt. Kaum sind die Eier hineingelegt, wird die Tüte verschlossen. Die Larven ernähren sich dann vom vertrockneten Blatt. | ||||
| Viele Käfer schlüpfen noch vor Kälteeinbruch aus ihrer Verpuppung, verstecken sich als Imagines unter Baumrinde, Laub und zwischen Moospolster - oder flüchten, meist ungern gesehen, aber auch selten entdeckt, in menschliche Behausungen. Marienkäfer sammeln sich zu Tausenden an windstillen Stellen und drängen sich eng aneinander. | ||||
| Waffen
und Tarnung: Räuber wie der Sandlaufkäfer tragen spitze Fangzähne, Pflanzenfresser wie der Maikäfer statt dessen stumpfere Mahlzähne. |
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| Rüsselkäfer sind braunmeliert oder weißgrau gesprenkelt wie von Flechten bewachsene Baumstämme und Äste. Kaum haben sie sich mit ihrer Tarntracht auf dem passenden Untergrund niedergelassen und verharren reglos, löst sich ihre äußere Form optisch auf, sie fallen aus dem "Suchschema" ihrer Raubfeinde heraus. | ||||
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Wenn der "gebänderte Pinselkäfer" in eine Blüte krabbelt, um Pollen zu fressen, sieht er mit seinem haarigen Hinterleib und der gelb-schwarzen Flügelzeichnung einer Hummel recht ähnlich und ist so gegen Feinde gut geschützt. |
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Heimische Käfer: Gelbrandkäfer |
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| Der gelbe Streifen am Körperrand dieses dunkel-olivgrünen Käfers hat der Art den Namen gegeben. Sein Lebensraum ist stehendes und langsam fließendes, planzenreiches Gewässer. | ![]() |
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| Furchenschwimmer | ||||
| Der Körper ist breit-oval, stark abgeflacht. Die Flügeldecken sind gelb, dicht schwarz punktiert. Er lebt in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit schlammigen Grund. | ![]() |
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| Zweipunkt-Marienkäfer | ||||
| Dieser variantenreiche Marienkäfer hat zwei schwarze Punkte. Die Art ist fast überall in unserer Vegetation zu finden. | ![]() |
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| Marienkäfer | ||||
| Dieser variantenreiche Marienkäfer hat sieben schwarze Punkte. Auch diese Art ist fast überall in unserer Vegetation zu finden. | ![]() |
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| Maikäfer | ||||
| Der seltene Käfer hat schokoldenbraune, leicht längsgefurchte Flügeldecken; Kopf und Bruststück sind schwarz. Maikäfer bevorzugen Obst- und Laubbäume. | ![]() |
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| Junikäfer | ||||
| Der seltene Käfer hat schokoldenbraune, leicht längsgefurchte Flügeldecken; Kopf und Bruststück sind schwarz. Junikäfer bevorzugen Obst- und Laubbäume. | ![]() |
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| Mistkäfer | ||||
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Brust und Hinterleib dieses glänzenden schwarzen Käfers sind stark gewölbt. Sie sind in Wäldern, auf Weiden und Ödland anzutreffen. |
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| Kartoffelkäfer | ||||
| Die Flügeldecken dieser allbekannten Art sind gelb mit jeweils 5 schwarzen Längsstreifen. Man findet die Käfer an Kartoffeln. | ![]() |
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| Fichten-Rüsselkäfer | ||||
| Das Insekt ist braun bis rostrot mit gelblicher, streifenförmiger Querpunktierung. Man findet sie in Nadel- und Mischwäldern | ![]() |
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| Kleiner Zangenbock | ||||
| Die dunkelgraue bis schwarze Grundfarbe des Käfers ist von gelblich-rotbraunen Binden und Flecken unterbrochen. Man findet die Art überwiegend in Wäldern. | ![]() |
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| Moschusbock | ||||
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Meist ist dieser Käfer metallisch grün, seltener auch leicht bläulich gefärbt. Man trifft die Tiere fast ausschließlich an alten Weiden an. |
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