Ausführliche Information    

Anopheles-
mücke

        Die Malariaerkrankung gewinnt bei Fernreisen zunehmend an Bedeutung. Sie ist eine durch Protozoen verursachte Krankheit, die durch Mücken übertragen wird.
  Es wird zwischen Malaria tertiana, quartana und tropica unterschieden. Die Inkubationszeiten liegen zwischen
7 Tagen und 6 Wochen. Der Malaria-Anfall beginnt meist mit Schüttelfrost und hohem Fieber bis 40° C, welches unter massiver Schweißneigung wieder abfällt.
   
Bild: Mücke 01
 

 

     
  Je nach Art der Malaria können Erbrechen, Durchfälle, Kopfschmerzen und Kreislaufkollaps hinzukommen. Bedrohliche Komplikationen sind die Verlegung der Gefäße des Gehirns und der Nieren.      
     
  Das Prinzip der meisten Malariamittel beruht auf einer Wirkung gegen eine spätere Entwicklungsform der Parasiten im Blut. Das bedeutet, daß die früheren Entwicklungsstufen nach Eintritt in den Körper vollkommen ungestört verlaufen und erst die Blutinfektion beeinflußt wird.    
       
  Ohne ausreichenden Wirkstoffspiegel im Blut bleibt somit jede Hoffnung auf Schutz bei einer Malaria von vornherein reines Wunschdenken.    
       
  Prophylaktika müssen also rechtzeitig, regelmäßig und regelrecht (ausreichende Dosierung bis zu 4 Wochen nach der Reise) eingenommen werden. Die vorbeugenden Mittel werden entsprechend den Empfehlungen der WHO nach Malaria-Risikogebieten unterschieden.    
       
  In der Regel beginnt die Malariaprophylaxe 1 Woche vor Abflug ins Zielgebiet und wird fortgeführt bis 4 Wochen nach Rückkehr. Wegen der Möglichkeit einer erforderlichen Behandlung besteht bei Schwangeren eine relative Kontraindikation für Reisen in Malariagebiete, da eine Behandlung mit fruchtschädigenden Medikamenten notwendig werden könnte.      
         
  Der sicherste, beste und nebenwirkungsfreieste Schutz vor Malaria ist das Vermeiden des Moskitostiches. Hierzu dienen Repellentien, Moskitonetz, Bekleidung mit langen Hosen, langen Ärmeln.      
         
  Auch bei erfolgter Chemoprophylaxe muß bei unklarem Fieber bis zu sechs Wochen nach der Rückkehr der hinzugezogene Arzt auf das Risiko einer Malariaerkrankung hingewiesen werden, damit er die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen unverzüglich einleiten kann.    
Saugende Mücke
         
  Quelle: Ärztlicher Ratgeber für Auslandsaufenthalte der LTU    
         
  Weitere Informationen über die Anophelesmücke      
       

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